Aalens Oberbürgermeister Martin Gerlach ging auf die lange Tradition der Verbundenheit zwischen den Wischauern und der Stadt Aalen ein. Bereits 1951 hätten sich Menschen dieser Sprachinsel in Aalen getroffen und deren Arbeitsgemeinschaft in Sachen Kultur- und Traditionspflege wolle die Stadt Aalen auch künftig unterstützen. Gerlach erwähnte das neue Informations- und Begegnungszentrum, das die Wischauer in der Fachsenfelder Schule erhalten. &dbquo;Die Wischauer sind fest verbunden mit dem europäischen Geist“, erklärte der Oberbürgermeister.Zwischen den sudetendeutschen Vereinigungen herrsche eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Wischauer seien dabei eine feste Größe, meinte Horst Löffler, stellvertretender Landesobmann der sudetendeutschen Landsmannschaft. &dbquo;Einheit in der Vielfalt“schrieb er den Menschen dieser Sprachinsel ins Stammbuch und dies werde angesichts einer zahlenmäßig eher kleineren Gruppierung vorbildhaft in Aktionen und Begegnungen umgesetzt. Franz Kopetschek, Kreisvorsitzender des Bundes der Vertriebenen (BdV), ermunterte zur Pflege der heimatlichen Kultur und des Brauchtums.In seiner Festansprache sah Bernd Posselt die Tracht der Wischauerin mit ihren vielen Farben als &dbquo;lebendigen Ausdruck der gesamten Volksgruppe der Sudetendeutschen.“Aalen passe als Pate und Freie Reichsstadt hervorragend zu den Wischauern, die ein blühendes und selbst verwaltetes Gemeinwesen gewesen seien. Posselt ließ nicht unerwähnt, dass die Aufgaben größer werden. Es gehe darum, die Gemeinschaft in die nächsten Generationen hineinzutragen. Das zynische Kalkül der Vertreiber dürfe nicht aufgehen und man müsse die Zukunftsaufgabe als Generationenkette verstehen. Eine aktive sudetendeutsche Jugend, die bestrebt ist, ihre Wurzeln zu suchen, stehe dafür parat. &dbquo;Es geht darum, die Menschen auf der Basis der Wahrheit zusammenzuführen“, betonte der Festredner. Dazu gehöre eine wahrheitsgemäße Aufarbeitung der Geschichte. Ein notwendiger Mosaikstein hierfür sei auch das Zentrum gegen Vertreibung in der Bundeshauptstadt Berlin.Um das Anliegen von Frieden, Einheit und Freiheit auch optisch auszudrücken, schnitzte der weltweit bekannte Aktionskünstler Guntram Prochaska am Nachmittag mit einer Kettensäge einen Friedensengel.
soweit der Ausschnitt aus der Schwäbischen Post