Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst im Hohen Dom zu Passau, den Domkapitular Wolfgang Schneider zelebrierte. Anschließend begrüßte Johann Slawik, stellvertretender Bundesvorsitzender der Böhmerwäldler in Bayern, die Fahnenabordnungen im Redoutensaal und führte weiter durchs Programm.
In ihrer Festrede würdigte Dr. Petra Loibl, MdL., Beauftragte der bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, die wirtschaftlichen Impulse für Bayern und Österreich durch die Böhmerwäldler. Das Verständnis für den Wert des Kulturellen Erbes wächst auch auf tschechischer Seite. Gemeinsame Jugendprojekte und auch der an einigen Schulen inzwischen eingeführte Tschechischunterricht wären ein Schlüssel für ein gutes Miteinander.
Dass die Traditionen auch weiterhin gelebt, gepflegt und an künftige Generationen weitergegeben wird, davon zeugte das Grußwort von der Bundesvorsitzenden der Böhmerwald- jugend, Elisabeth Januschko. Es ist die Aufgabe der Jugend die Kultur der Böhmerwäldler weiter zu pflegen und Brücken auf dem gemeinsamen Erbe zu bauen. Ihre Wiege stand nicht mehr im Böhmerwald, wie bei den anderen der Jugendgruppen auch, dies ändere aber nichts an der Verbundenheit mit der Heimat. Birgit Kern, die Bundesvorsitzende des Deutschen Böhmerwaldbundes, dankte für die Gastfreundschaft der Patenstadt. Auch wenn die Böhmerwäldler 1946 nicht nur die Häuser und Möbel, sondern auch einen Anteil Selbstwertgefühl zurücklassen müssten, hätten sie nie aufgegeben, sondern mit Tatkraft ihren Beitrag zum Wiederaufbau geleistet. "Verständigung ist die Basis für ein gutes Miteinander", so Birgit Kern.