In der Schwäbischen Post konnte man folgenden Artikel am 07.03.2025 lesen:
Die Veranstaltung "In Aalen Heimat finden – Geschichte(n) seit 1945" warf einen tiefen Blick auf die Geschichte der Migration und Integration in Aalen. Sie beleuchtete die Bedeutung von Heimat aus verschiedenen Perspektiven.
Oberbürgermeister Frederick Brütting betonte im Kulturbahnhof, dass Heimat und auch das "Heimat finden" für jeden Menschen etwas anderes bedeute: "Diese Veranstaltung soll auch Mut machen, sich weiter einzusetzen für eine offene und vielfältige Gesellschaft", so der OB.
Stadtarchivar Dr. Georg Feuerbach gab einen historischen Überblick über Aalens Zuwanderungsgeschichte. Von den Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den türkischen Gastarbeitern der 1960er Jahre. Aalen habe dadurch nicht nur an Einwohnerinnen und Einwohner gewonnen, sondern auch an Vielfalt. (...)
Vier Biografien
Vier persönliche Geschichten zeigten, was Heimat bedeuten kann. Manfred Schuster bewahrt seine böhmische Kultur durch das Vereinsleben des Böhmerwaldbundes. Er betonte die Wichtigkeit von Begegnungsorten, um Austausch und Miteinander möglich zu machen.
Nataliya Rud berichtete von Sprachbarrieren und Herausforderungen der sozialen Integration. Die Gründung des Deutsch-Ukrainischen Vereins war für sie ein wichtiger Schritt in Aalen. Pierre Kedagni aus Togo schilderte die bürokratischen Hürden beim Zugang zu Bildung und Arbeit und betonte die Bedeutung unterstützender Netzwerke in Aalen. Ela Demirtas, Mitglied im Aalener Jugendgemeinderat, sprach über die Herausforderungen und die Notwendigkeit, Brücken zwischen Herkunft und Zukunft zu bauen. "Integration passiert jeden Tag – in Schulen, Betrieben, Vereinen, in Momenten, in denen Menschen sich die Hand reichen", betonte Demirtas.